Hummel auf ihrem 1. Seminar

Da das kleine Fleckentier insgesamt sehr gelehrig und unerschrocken ist, hatte ich mich entschlossen sie zu dem Seminar „der perfekte Rudelchef“ bei Katrin Scholz mitzunehmen.

Morgens in aller Frühe zogen also Hummel, Tante Motte und ein vollbepacktes Auto nebst meiner Wenigkeit nach Wolfrathshausen.

Beide „Damen“ saßen in ihren Kenneln gesichert und mucksten sich überhaupt nicht. Es ist wirklich angenehm mit „Autohunden“ zu reisen- keine Angst, kein Hecheln, kein Toben im Auto und schon mal gar kein Erbrechen.

Als erstes kleine Pipirunde mit Beiden gedreht, wobei nur Motte die doch schon Erfahrene, ihr Geschäft erledigte, bei Hummel weiß ich, es dauert etwas bis sie wirklich akklimatisiert ist. Also wieder ins Auto in die Kennel, Türen kann man dann sehr schön geöffnet lassen und die erste Theoriestunde hatte begonnen.

Als erste praktische „Übung“ sollten alle Teilnehmer mit ihren Hunden auf der Straße , einige Übungen absolvieren, wie sie es normalerweise immer handhaben und man wurde dabei gefilmt.

Den Effekt mal vorwegnehmend, muss ich gestehen, es ist schon erstaunlich, wenn man sich selbst beobachtet und ganz neutral erkennt , wie viele Fehler man doch macht ( nein nicht der Hund !!)

Trotzdem war ich stolz auf meine beiden „Holden“ die recht anstandslos mitten auf der Straße ( nicht befahren) Platz oder Sitz machten und nicht zum weicheren Randstreifen Grün tendierten oder auch nur gezögert haben! Die Mädels waren toll,  na ja , ich nicht so wirklich. Zuppeln an der Leine, späte Kommandos und nervöses Gehabe, also dafür waren meine Beiden super!

Nach diesen ersten Übungen, kleine Pipirunde erneut mit beiden Hunden und siehe da , auch Hummelchen konnte sich jetzt lösen.

Ich habe dann jeden Hund einzeln trainiert ( bzw oder ich wurde mit Hund trainiert ) und konnte überrascht feststellen, dass auch Motte sehr gut die Ernsthaftigkeit meiner Kommandos unterscheiden kann, zwinker.

Hummel war jedesmal etwas kürzer an der Reihe, überlasten wollte ich sie sicherlich nicht. Aber sie hat sich sehr wacker geschlagen und blitzartig verstanden- hier herrscht jetzt doch ein ganz anderer Wind!

Ganz zum Schluss wurde Hummel noch dem Rudelchef von Katrins großem Rudel vorgestellt, der sie so sanft und fachgerecht eingeordnet hat, dass wir alle nur staunen konnten.

Danach durfte Hummelchen  im gesamten Rudel mit spazierenlaufen, was sie wunderbar und ohne jede Zickerei sichtlich genossen hat ( ich auch)

Wirklich müde und geschafft sind wir 3 dann erst um 22/30 in unser Hotel eingefallen. Besagtes Hotel, dass eigentlich nur kleinere Hunde akzeptiert.

Vorsichtig bin zuerst ich alleine mal vorgestapft und habe die Lage sondiert- kein Mensch , nur ein einsamer Schäferhund begrüßte mich freundlich wedelnd in der Hotelhalle. Ups , wohl bissel spät geworden.

Nach lustiger Unterhaltung mit dem netten „Wachhund“ kam dann doch noch ein zuständiger Mensch, der etwas vorwurfsvoll meinte, es sei wohl sehr spät geworden, mir aber dann doch ganz freundlich den ersehnten Zimmerschlüssel aushändigte mit der Versicherung, er würde den Hund dann wegsperren.

Also Hunde ausgepackt, noch eine kleine Pieselrunde gedreht und nix wie ab ins Hotel.

Die große spiegelblanke Treppe hat Motte ( sie hatte da schon manchmal Probleme) keinerlei Ängste verursacht, sie wollte wohl auch nur noch schlafen. Also hoch und Hummelchen einfach mal „mitgezogen“ die das glitzernde Ungetüm wohl schon etwas befremdlich fand- null Chance , Motte und Frauchen wollten ins Bett.

Auch das wütende Bellen des , nun wirklich , zum Wachhund mutierten Schäfers, konnte die Beiden nicht aus der Ruhe bringen.

Ein gemütliches Zimmer belohnte uns , Decken ausgebreitet und 2 todmüde Hunde haben sich sofort drauf plumpsen lassen.

Die Nacht war zwar kurz aber ohne Gebell oder Brummeln der Hunde. Die haben sich kein bisschen mehr gerührt , nur leichtes Schnarchen war aus den unteren Gefilden zu vernehmen.

Morgens haben mich beide Hunde völlig ruhig duschen lassen und gerne noch eine Runde weitergeschlafen. Dann endlich der Morgenspaziergang und das bei strömendem Regen. Erstaunlich wie gut auch Doggen bei Regen spazieren gehen können. OK Motte versuchte sich zwischenzeitlich unter meinem Mantel zu drücken , leider ein sinnloses Unterfangen, also weiter laufen und häufig kräftig Schütteln. Hummelchen hat es überhaupt nicht gestört, sie fand alles neu und aufregend .

Danach bekamen sie ein leichtes Frühstück ( man muss ja nachher noch arbeiten) und rollten sich zufrieden in ihre Kennel, während nun auch Frauchen etwas Frühstücken konnte.

Auch der 2. Tag war sehr harmonisch und lehrreich ( vor allem für mich ) und erstaunt konnte ich erste Erfolge an meinen Hunden auf mein doch verändertes Verhalten beobachten.

Zum Abschluss wurde noch ein Video 2.Tag von jedem Hundebesitzer mit Hund gedreht und beide Videos – Teil 1- Teil 2 gezeigt und besprochen.

Müde aber total zufrieden machten wir 3 uns wieder auf den Heimweg und es war beschlossene Sache, das wird nicht das letzte Seminar gewesen sein, denn vor allem Frauchen braucht öfter mal einen Tritt in den …Popo