Hummel oder das „neue“ Experiment des Kommens

Seit mittlerweile 22 Doggen, die mehr oder weniger alle nach dem gleichen Muster erzogen wurde, mein „Versuchskaninchen“ Hummel.

Früher habe ich schon in die ersten Wochen alles hineingepackt, was der „kleine „ Doggen Kopf  fassen konnte. Sitz, Platz, Fuß, Bleib, Hier war ihr tägliches Brot vom Winzling bis zum ausgewachsenen Kälbchen.

Bei Hummelchen habe ich zuerst das Hauptaugenmerk auf das zügige, direkte und freudige Kommen gelegt- bzw lege ich Wert darauf- zwinker.

Von Anfang an lief und läuft die „Kleine“ fast immer nur ohne Leine- Unmengen an Leckerchen ( gestehe ich ehrlich ) sind in meiner Tasche. Mir kam und kommt es darauf an, dass Hummel ein Kommen ausschließlich Positiv empfindet- was offensichtlich bisher voll geklappt hat.

 

Hummel , mittlerweile 10 Monate, läuft maximal ( ohne dass ich das bewusst gesteuert habe) 10-15 Meter im Radius um mich oder um mich und die Hundegruppe herum- sie achtet genau , wo wir lang gehen, kommt immer wieder zur Absicherung zu mir zurück um dann fröhlich wieder weiter zu toben.

Anfangs war es der Ruf „Hummeliiii“ der sie direkt zum Herankommen bewegt hat, mittlerweile reagiert sie genau gleich auf – Hier-Komm, Schnalzen oder den Pfiff mit der Pfeife ( dieser wird IMMER mit dem Jackpot belohnt um ihn absolut sicher zu machen)

Total begeistert ist mir aufgefallen, egal was sie macht: Buddeln, spielen, mit anderen Hunden spielen oder auch Rehe, Füchse und Wildschweinbegegnung , sie kommt absolut perfekt auf den ersten Ruf, Pfiff oder mittlerweile auch auf mein manchmal hartes ( weil erschrocken- siehe Wildschwein) HIER !

Anfangs war der Ruf immer nur lieb und fröhlich , mittlerweile kann ich unbesorgt auch „härter“ Rufen, sie weiß genau- wenn ich direkt komme, gibt es absolut immer etwas Feines , ein tolles Spiel mit Frauchen oder auch überschwängliches Loben und Knuddeln.

Sitz und Platz wurde in ihrem Fall wirklich so „nebenbei“  geübt aber niemals beim Rufen- ich verlange nichts außer dem absoluten Herbeikommen und immer darf sie danach ohne Sitz oder Platz oder gar angeleint zu werden, weiter frei laufen !

Um sie anzuleinen, z.b. wenn wir an eine Straße kommen oder der entgegenkommende Mensch eventuell ängstlich schaut etc, etc, dann achte ich darauf, auf mich aufmerksam zu machen, damit sie ohne Ruf zu mir kommt ( klappt in 99% der Fälle) hier belohne ich sie nach dem Anleinen. Ich möchte gerade im ersten Jahr vermeiden, dass sie Heranrufen mit Anleinen oder „lästigen „ Übungen verbindet.

Bisher musste ich den Rückruf nie absichern, auf ihn reagiert sie bislang zu 100% auch bei Ablenkung und was mich besonders fasziniert und begeistert , mit unglaublicher Schnelligkeit und Freude!!

Sitz und Platz sind von mir meist zuhause in allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten, fast nebenher eingeübt worden und klappen , für mich erstaunlicherweise, auf den Spaziergängen fast noch besser als erwartet!

So und jetzt mein Geständnis, das an lockerer Leine laufen oder auch fast platzübliche Fußgehen müssen wir erst einmal langsam angehen, das kennt sie , aus oben genannten Gründen, fast überhaupt nicht . Sprich , an der Leine laufen mit Hummel ist , außer nach 1 Stunde Freilauf, relativ anstrengend. Das heißt im Klartext, Hummel und ich werden uns in nächster Zeit auf liebevolle Art und Weise damit eingehend beschäftigen müssen. Wie ich Hummel kenne, dauert es nicht lange und sie hat auch das verstanden – nur Frauchen muss noch an sich arbeiten, da sie die freilaufende , begeistert tobende Hummel , so ungern anleinen mag- auf geht’s!