Hummels erste Ausstellung

 

Lange hab ich überlegt, dann aber kurzentschlossen meinen Fleckenfloh in Oberhausen auf der Ausstellung gemeldet- in der Babyklasse, sie ist ja erst 17 Wochen ( denkt man nicht )

Hummel ist ja der geborene Autohund, wie schon beim Abholung, so hat sie es auch weiterhin gehalten- Einsteigen, Hinlegen und beim ersten Motorengeräusch einschlafen. So hat sie die 4 Stunden Fahrt locker überstanden.

Am Ausstellungsgelände angekommen, war schon ein richtiger Auflauf, Autos, Menschen und ganz viele Doggen- Hummel war begeistert. Jeder Mensch und jeder Hund wurde strahlend begrüßt, da hatte ich einiges zu tun, sie etwas auf Abstand zu halten.

Wir Beide haben dann als Erstes das Ausstellunggelände besichtigt, ich , weil ich neugierig war und für Hummel zum Schauen und akklimatisieren. Wobei das kleine Fleckenvieh sich von der ersten Minute an nur neugierig und freudig erregt verhalten hat.

Dann warteten wir auf unsere liebe Bekannte um mit ihr einen Platz zu suchen und aufzubauen. Hummel fand alles unheimlich aufregend und spannend. Sie zur Ruhe zu bringen war leicht aufreibend, was auch sofort die arme Hündin meiner Bekannten zu spüren bekam, offensichtlich hat es ihr aber gefallen.

Die kleine Terrorhexe schaffte es dann auch in kürzester Zeit die weiße Hose von Iris mit Wolfskin Motiv zu verschönern, erstaunlicherweise hat der bereitgestellte Wassereimer ihrem Elan standgehalten, dafür wurden aber die Nerven der umstehenden Menschleins einigermaßen strapaziert. Um ab und an auch einmal Ruhe zu haben wurde das Hibbelkind dann in den herbeigeschleppten Nylonkennel verfrachtet- diese Ruhe!!

Wir standen mit 3 weiteren „Babys“ zusammen im Ring und  eigentlich hab ich mir keine besonderen Chancen ausgerechnet, aber darum ging es ja nicht. Ich wollte wissen, wie verhält sich meine Kleine bei solch einem Event, hat sie Spaß daran oder Angst, mag sie sich zeigen und wie beurteilt ein unparteiischer Richter unseren gefleckten Straßenfloh. Natürlich ist sie für mich immer die Schönste, das versteht sich ja von selbst, aber objektiv ist es halt auch einmal interessant eine Meinung zu hören.

Erstaunt war ich, wie gut sie sich benommen hat ( zumindest im Ring, lach) sie hat alles interessiert und freudig mitgemacht , auch das Zähnezeigen ( ein riesen Lob an den geduldigen und total verständnisvollen Richter !!!) . Sie fand den Richter sehr sympathisch und hat das auch schwanzwedelnd ausgedrückt.

Bei der Ansage : Bitte mal Laufen, hab ich dann doch kurz geschluckt- hopst sie jetzt oder läuft sie schön. Oh ha, bis auf kleine Ausrutscher , lief mein Hummelchen super mit!

Dann noch einmal ruhig Stehen, eine suuper schwere Aufgabe für den kleinen Wirbelwind, aber auch das haben wir so lala gemeistert. Schon richtig relaxt stand ich dann da, es war ja fast geschafft, als ich zu meiner totalen Begeisterung das Schild mit der 2 darauf vor uns entdeckte- hat doch tatsächlich meine Maus den 2. Platz bekommen und vor allem die Worte des Richters haben mir unglaublich gut gefallen- richtig happy hab ich meine Fleckemaus geknuddelt und bin fröhlich mit ihr aus dem Ring.

Danach war mein Quirl allerdings echt geschafft , krabbelte fast von alleine in ihre Schlafbox und war im Null Komma Nix im Land der Träume, egal was für ein Geräuschpegel ringsum zu hören war!

OK Fraule schafft auch so einigen Blödsinn, so hatte ich , bei einem „Ausflug“ an unser Auto, respektive Herrchens Auto, geschafft die Alarmanlage in Gang zu setzten. OK meinem Terrorzwerg hat das nichts ausgemacht aber im Nachbarmobil ertönte mindestens 4 stimmiges Wolfsgeheul und ich hab verzweifelt nach dem „Ausknopf“ gesucht, kicher. Endlich gefunden und wir Beide haben uns klammheimlich davon geschlichen „ Nein wir waren das nicht!!“

Viele nette Leute getroffen und neu kennengelernt, Hummel hat alles und jeden freudig, stürmisch begrüßt , zogen wir dann gegen 22 Uhr in unser Hotel.

Gespannt hab ich geschaut, wie Hummel wohl die neue Umgebung erlebt. Als erstes hat sie brav ihre Geschäfte draußen erledigt um dann völlig selbstverständlich mit mir die spiegelblanke Treppe hochzutippeln.

Im Zimmer angekommen, kurze Schnuffelrunde , ihr Wassernapf entdeckt, eine Runde Wasserschlabbern , dann ihr Kissen freudig begrüßt, hinlegen und Einschlafen. Nichts war mehr zu hören von der kleinen Chaotenmaus, tief und fest lag sie auf dem Kissen neben meinem Bett und schnarchte!

Der Morgen danach ebenso entspannt, ich konnte Duschen , mich fertigmachen , erst dann wurde das Mäuslein wach , stürzte sich begeistert auf ihr Fressen und trabte völlig selbstverständlich mit mir nach unten um draußen gleich wieder ihre nötigen Geschäftchen zu erledigen.

Beim Bezahlen hat sie einen kleinen Jungen bespielt , für sie unheimlich sanft, was mich erstaunt hat , dann sind wir noch eine kleine Runde gelaufen um blitzartig die Rückreise anzutreten. Hier wieder siehe oben- Einsteigen, Motor an- und Hummel ist im Land der Träume.

Ich bin richtig stolz auf meinen kleinen Hund, wenn sie auch oft recht lebhaft und                                            manchmal noch anstrengend ist, die wichtigen Dinge nimmt sie mit einer erstaunlichen Gelassenheit – eine tolle Maus , meine Hummel!!