winkHummeltraining

Hach, hört sich toll an, ist aber so gesehen völlig unspektakulär, Fraule trainiert das Fleckenmonsterchen auch am Tisch völlig ruhig neben dem Tisch zu liegen , während die Besitzer essen.

Tja , hört sich so leicht an, ist allerdings für kleine gefleckte Wirbeldamen eine sehr harte Übung.

Zuerst mal austoben lassen, Hummel wird sichtlich müde und beruhigt führt Fraule das , jetzt noch ruhige, Tierchen an den Tisch auf seinen Platz.

Gemütlich setzt sich die Familie zu Tisch und beginnt zu essen…………plötzlich komische Zuckungen beim Herren des Hauses- äh „ Ist was??“  nervöses Auflachen „dein Hund, leckt an MEINEN Füssen“ ok, man merke : MEIN Hund ! ich verkneife mir die Bemerkung „ dann zieh doch Schuhe an „ und locke die junge Dame unter dem Tisch hervor um sie wieder auf ihren Platz zu legen. Sie mault ein bisschen vor sich hin, ich überhöre das mal weise.

Plötzlich ein riesen Sprung unseres gefleckten Monsterchens, wir schauen erstaunt, aha Hummel der Fliegenjäger hat eine neue Passion entdeckt, geduldig führe ich sie wieder auf ihren Platz.

Während ich mich wieder dem Essen widmen mag, hat die Fleckenmaus den Zwerg entdeckt, der natürlich mit dem Grunzeschwein winkend in der Tür steht. Donnerndes PLATZ meinerseits, Grinsen auf Herrchen Gesicht „ Ach das geht schon so einfach!?“ Nee , natürlich nicht, ich hatte eigentlich den schwarzen großen Teufel gemeint, der das sehr wohl beherrscht und eigentlich auch noch im Platz liegen sollte.

Hummel nutzt mal schnell die Familien interne Diskussion zu einer kurzen Spielrunde mit dem leider völlig tauben Labbiopi, der natürlich wieder Haare lassen muss. Hier nützt jetzt kein Schreien und Toben, also Eingreiftruppe Fraule ,  schnappt Labbi befördert in weniger sanft auf seinen Platz ( er kennt es eigentlich seit 13 Jahren seufz) schubst Hummel gekonnt auf ihren eigenen Kissenplatz und kontrolliert

 mit leicht säuerlichem Blick den Rest der Meute. Gut , alles liegt ruhig auf den angestammten Plätzen, das Essen kann weiter gehen.

 

Nun ja , es folgt die obligatorische kleine „Unterhaltung“ über Erziehungsfragen , man kennt das ja noch von den Kindern „Meinst du wirklich so ein kleiner Hund kann schon so lange still liegen?“ Nee, oder??!! Ich versuche ruhig zu bleiben und nicht ins lehrerhafte abzudriften- böse Falle, kann nicht lang gut gehen.

Spätestens als ich aushole zu längeren Erklärungen, wird die interessante Gesprächsrunde jäh unterbrochen, Labbi düst in Windeseile in die Küche natürlich gefolgt von der kleinen Schlange, die sich klammheimlich von ihrem Kissen geschlängelt hat um eben mal kurz einen Angriff auf den Opa zu starten.

Mühsam beherrscht stehe ich auf, schnappe mir eine Leine und dann die Übeltäterin, leine sie schweigend an und binde sie an den Esszimmertisch. Opi wird freundlich wieder auf seinen Platz gebracht unter den vorwurfsvollen Blicken von 3 unglaublich braven Doggen ( wir sind ja soooo lieb).

Verbissenes Weiteressen zweier Erwachsener wird nur jäh wieder unterbrochen durch einen eigentümlichen Quikton.  Hummel hat sich samt Leine unter den Tisch geschafft und den Affen gefunden, ein gruselig orangenes Teil, dass Motte wohl übersehen hat, denn sonst ist sie für den Ausbau der Quitschteile zuständig. Begeistert lässt das Hummeltier den Affen weiter quitschen und wir ignorieren das mal „gekonnt“. Böse Falle, jetzt wird es dem Zwergenkind auch zuviel, mit allen Vieren hopst das Trampeltier hoch und gen Tisch :Spiiiielen!  Infernalisch ertönt mein „PLAAAATZ“

Zwerg lässt sich blitzartig fallen und Hummelchen stürzt begeistert, den Affen quer im Maul , unter dem Tisch auf ihn zu. Die Stimmung ist merklich angeheizt und das Hühnchen auf dem Teller wird kälter.

Verbissen denke ich „ruhig bleiben!!!“ Herrchen schmunzelt und denkt „hab ich dir doch gleich gesagt“ man sieht es förmlich , jetzt nicht weiter hingucken!

Betont gelassen entferne ich als erstes mal diesen Affen, führe das gefleckte Monsterchen wieder auf seinen Platz und bedeute den beiden um die Ecke schielenden Döggelchen ( Zabi und Motte) sich wieder hinzulegen. Zwerg liegt beeindruckt weiter und Opi bekommt von allem wie üblich nix mit. Manchmal ist es schon schön, wenn man taub ist!

Den Rest vom recht kühlen Huhn kann ich jetzt in Frieden zu mir nehmen und beschließe solche „Essensübungen“ sollten sie einmal im Restaurant stattfinden , aber bitte nur mit dem gefleckten Tier zu starten- ansonsten war es schätzungsweise der erste und auch zugleich letzte Besuch in diesem Etablissement.

Übrigens, jetzt , herrscht hier eine wohltuende Ruhe, 4 Doggen ( ja auch das Fleckentier) und ein Labrador liegen zufrieden schnarchend um die Menschleins herum, als könnten sie kein Wässerchen trüben.heart