Neue Ziele für Frauchen

 

Ich gebe es zu, Hummel ist verwöhnt – schäm ! Aber neues Jahr neues Glück, es geht mit Elan an den Feinschliff der jungen Dame.

Ernsthafter Anfang- Ostersonntag , lach- d.h. Erziehungsspaziergang.

Damit es auch klappt , Hummel alleine mit auf Tour genommen , erst einmal Freilauf , stop aber nicht so wie immer- sondern zuerst einmal ein schöne Sitz im Auto bis der Befehl „Hopp“ kommt. Erstaunlicherweise meint Hummel , im Rudel seh ich das ein aaaaber wenn ich alleine bin??? Ok, nach einer Korrektur hat sie verstanden und wartet brav bis zum Kommando. Außerhalb geht’s aber auch alleine nicht gleich los sondern auch hier heißt es erst einmal Absitzen- nach der „Autokorrektur“ hat sie das auch sehr gut verstanden. Ableinen und weiter sitzenbleiben bis das erlösende OK kommt ist das schon etwas schwerer, aber nach 3 Versuchen lässt sich auch Hummelchen überzeugen. Freilauf ist für sie normal, keinerlei Probleme Rückruf mit Pfeife getestet- super , Hund dreht sofort ab und kommt angesprintet, Hummel gerufen, auch hier gleiches Ergebnis. So jetzt zum erstem Mal das „Hier“ mit Vorsitz ausprobiert.

Dazu gesagt, das habe ich vorher mit Absicht nicht so antrainiert, damit Hummel nie „negative“ Empfindung bei ihrem freudigen Kommen verknüpft ( also noch etwas „leisten“ zu müssen außer zurückkommen) Generalprobe- „Hier“ Hummel düst heran, ich halte ein Leckerchen ihr entgegen und ziehe es hoch , Hummel reagiert prompt und sitzt absolut hautnah vor , schaut mich erwartungsvoll an und bekommt ihr Lecker und ein riesen Lob. Hach, ich bin begeistert.

 

 

 

 

 

 

Zum Verdeutlichen der Unterschiede lasse ich sie weiter frei toben, pfeife , rufe Komm oder Hummel im Wechsel , jedesmal nur mit Lob und weiter Freilauf, kein Vorsitz. Jetzt nochmals „Hier“ noch mit leichter „Leckerunterstützung“ und wieder absolut sauberer Vorsitz mit erwartungsvollem Anschauen- Suuuuuper!

Zwischendurch haben wir dann die Generalprobe ob der Pfiff tatsächlich bindend ist- Hummel spürt ein Rebhuhn auf, das erwartungsgemäß lautstark in die Lüfte propellert, ich pfeife und sofort ( ich schwöre!) dreht sie ab und kommt zu mir ! Hier allerdings sehe ich ihren Blick, der dem Rebhuhn hinterherschaut, also gleich mal kurze Leckerwurf-Suchspiel veranstaltet um auf jeden Fall interessanter als Rebhühner und Co zu sein. Es funktioniert, mit Feuereifer sucht sie die kullernden Köstlichkeiten und schaut mich danach erwartungsvoll an ob noch etwas folgt. Ich bin begeistert!

 

Das „Sitz“ und auf dem hummeligen Popo sitzenbleiben erweist sich als größere Herausforderung, da müssen wir noch gewaltig arbeiten. Heute konnte ich mich nur unbedeutend von ihr entfernen ( mein Fehler, da hab ich zu wenig Wert drauf gelegt- schäm)

Wieder darf sie frei laufen und toben, sie bleibt auch weiterhin in dem antrainierten Radius ( maximal 10 Meter) und dann die Platzübung, „Platz“ macht sie gut und schnell , auch hier ist wieder die Schwierigkeit liegenzubleiben ( wohlgemerkt immer wenn sie alleine mit mir ist- im Rudel orientiert sie sich offensichtlich an den 3 erzogenen Kumpels ) allerdings scheint es ihr leichter zu fallen ( oder ich habe es besser antrainiert ) liegen zu bleiben und die Entfernung kann leichter gesteigert werden als beim „Sitz“

Danach ist wieder Freilauf mit Suchspielen angesagt und die verschiedenen Rückrufkommandos ( schwierig bei ihr, da sie immer wieder von sich aus zurückkommt)

Am Ende des Spazierganges konnte das Leckerchen als Hilfe beim „Hier“ mit Vorsitz schon ganz wegfallen- es wird.

Gerade heute ist mir wirklich klar geworden, wenn Hummel nicht „hört“ liegt es wirklich nur an mir, sie lernt so schnell und leicht , offensichtlich auch mit sehr viel Spaß , also wenn Frauchen sich bessert, kann das nur werden.

So jetzt muss ich mich nur „erziehen“ denn Rudelerziehung ist völlig anders ( und fast leichter ) als Einzelerziehung, da darf ich jetzt nichts schleifen lassen- wäre schade, die junge Dame ist voll motiviert!